4. Januar 2016

Implantatversorgung: Änderung bei der Beihilfe NRW in Kraft

Behandlungsablauf

Wie bereits Ende November 2015 avisiert, ist die Beihilfeverordnung (BVO) des Landes NRW im Hinblick auf die Regelungen zur Implantatversorgung per 1. Januar 2016 an die Beihilfekriterien des Bundes (BBhV) angepasst werden.

Zwei wichtige Indikationen für die implantologische Versorgung, nämlich die „Einzelzahnlücke“ und die „Freiendlücke“, wurden komplett aus dem Katalog der beihilfefähigen Leistungen eliminiert. In anderen Fällen (beispielweise Zustand nach Tumor-OPs, extreme Xerostomie oder Zahnersatz im zahnlosen Kiefer) bleibt es beim bisherigen „Voranerkennungsverfahren“. Hier entscheidet der Amtszahnarzt über die Feststellung der Notwendigkeit der Versorgung und Angemes-senheit der Kosten. Ob die alte oder die neue Regelung günstiger für die Beihilfe-Versicherten ist, hängt vom Einzelfall ab.

Denn in einer weiteren Passage ist festgelegt, dass bis zu zehn Implantate „pauschal bis 1.000 € je Implantat beihilfefähig“ sein sollen.

Mit dem Pauschalbetrag sind allerdings „sämtliche Kosten der zahnärztlichen und kieferchirurgischen Behandlung“ abgegolten. Hierzu zählen explizit auch die Anästhesie, die Kosten für die Im-Implantate selbst, die Implantataufbauten, die Verbindungselemente, Implantatprovisorien, notwendige Instrumente (Bohrer, Fräsen) und Materialien (beispielsweise Membranen und Membrannägel, Knochen- und Knochenersatzmaterial, Nahtmaterial und Änasthetika) sowie Röntgenleistungen. Die jeweilige Suprakonstruktion ist separat beihilfefähig.

Quelle: Gesetz-und Verordnungsblatt (GV. NRW.) Ausgabe 2015, Nr. 47 vom 28.12.2015

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