10. Oktober 2017

Elektronische Gesundheitskarten der 1. Generation sind ab 1. Oktober 2017 ungültig

EGK - Elektronische Gesundheitskarten der 1. Generation sind ab 1. Oktober 2017 ungültig - zahnarzt essen

 

Die für die eGK zuständige “gematik” hat den Karten der ersten Generation zum 1. Oktober die Zulassung entzogen, weil sie missverständliche Informationen enthalten können und weil sie nicht online-fähig sind.

Weder Sie als Patient noch wir in der Praxis können leider auf den ersten Blick feststellen, ob es sich um eine ungültige “G1”-Karte handelt oder um eine weiterhin funktionierende “G1+” Karte, da beide mit “G1” markiert sind.

Wenn Ihre “G1” Karte also im Kartenlesegerät einen Fehler verursacht, dann muss von der Krankenkasse schnellstmöglich eine neue Karte ausgestellt werden. Normalerweise sollten Sie eine neue Karte bereits zugeschickt bekommen haben, da selbst die “G1+” Karten nach und nach ausgetauscht werden.

Die mit “G2” markierten Karten sind das aktuelle Modell und sind auch weiterhin Stand der Technik. Die Markierung befindet sich oben rechts auf der Vorderseite der Karte.

Laut Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler (Ausgabe 2017/2018) wurden 1,7 Milliarden Euro in veraltete Technik der eGK versenkt. Platz 1 als teuerster Flop!

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler rechnet vor, dass seit 2006 tatsächlich 1,7 Milliarden in die veraltete Technik investiert wurden und in den nächsten 5 Jahren zur tatsächlichen Einführung der versprochenen Funktionen weitere 1,5 Milliarden in das System “Gesundheitskarte” gepumpt werden müssen.

Im Moment mangelt es in den Praxen an Geräten, die von der gematik überhaupt für die neuen Funktionen der elektronischen Krankenakte zugelassen sind. So sind z.B. die Geräte, die zum Probelauf in NRW vor kurzem flächendeckend angeschafft werden mussten, bereits nicht mehr für die zukünftige Nutzung ausreichend.

Dazu kommt, dass die von allen Seiten gewünschte Transparenz ja nur dann gewährleistet ist, wenn Patienten ebenfalls auf ihre elektronische Patientenakte zugreifen können. Dies soll per Smartphone oder Tablet mit zusätzlichem Kartenlesegerät stattfinden. Da die Patientengeräte schon aus Kostengründen natürlich keine offizielle Zulassung der gematik erhalten können, erfolgt der Zugriff hier auf eigene Gefahr.

Das heisst, dass mittels Viren, Trojanern oder anderer Schadsoftware die vertraulichen Gesundheitsdaten inkl. Krankenakte und Röntgenbildern ausgelesen und über die Kanäle des Internets weiter verteilt werden könnten.

Aus diesen Gründen gibt es viele Kritiker, die die eGK als gescheitert ansehen, obwohl Ihre Einführung 2018 per E-Health Gesetz massiv durchgedrückt wird.

Portrait Zahnarzt Essen - Dr. Jochum

Herzlich Willkommen

Dr. Frank Jochum
Profesor Universidad de Sevilla

100% Weiterempfehlungen bei Jameda

Kontaktinformationen