Rauchen und Mundgesundheit
Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat zusammen mit der Bundeszahnärztekammer in diesem Jahr eine Publikation unter gleichnamigem Titel erstellt.
In kompakter Form möchten wir hier die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse hinsichtlich Rauchen und Mundgesundheit für Sie darstellen.
Da etwa ein Drittel der deutschen Erwachsenenbevölkerung raucht, haben wir einen ausführlichen Beitrag auf unserer Homepage für Sie bereit gestellt.
Rauchen ist einer der entscheidenden Risikofaktoren für nicht übertragbare, chronische Erkrankungen, wie beispielsweise Krebs, und mehr als die Hälfte aller Raucher stirbt an den Folgen des regelmäßigen Tabakkonsums.
Eines von sechs Kindern muß zuhause täglich Tabakrauch einatmen. Dieser Passivrauch enthält die gleichen krebserzeugenden und giftigen Substanzen wie der vom Raucher selbst inhalierte Rauch.
Auswirkung des Rauchens auf die Mundschleimhaut
Rauchen schädigt die Mundschleimhaut und verändert die mikrobielle Besiedlung in Mund und Rachen. Raucher haben z. B. mehr Hefepilze im Speichel, welche Entzündungen unter Zahnprothesen sehr fördern.
Auswirkung des Rauchens auf das Zahnbett (Parodont)
Raucher haben nachgewiesenermaßen mehr Plaque und Zahnstein und dementsprechend mehr krankmachende Keime, welche den Zahnhalteapparat zerstören.
Rauchen fördert den Abbau von Knochen und Bindegewebe und fördert damit auch den Zahnverlust.
Im Gegenzug haben alle Behandlungsversuche bei Rauchern einen nachgewiesenermaßen schlechteren Therapieerfolg.
Auswirkung des Rauchens auf die Zahngesundheit
Rauchen erhöht das Risiko für Karies (Zahnfäule). Dies gilt auch für Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben.
Auswirkung des Rauchens auf Implantate
Raucher erleiden häufiger den Verlust eines Implantates als Nichtraucher. Sie haben eine deutlich schlechtere Wundheilung. Rauchen fördert den Knochenabbau.
Rauchen und Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten
Rauchende Schwangere erhöhen nachgewiesenermaßen und deutlich das Risiko ihres Kindes für Gesichtsspalten.
Auswirkung des Rauchens auf das Wohlbefinden
Umfragen haben ergeben, dass Raucher häufiger mit ihrer Zahnfarbe unzufrieden sind.
Sie haben häufiger Schmerzen im Mund- und Gesichtsbereich.
Raucher haben häufiger Mundgeruch als Nichtraucher.
Zehn Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören:
- das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken geht innerhab einiger Jahre deutlich zurück
- bereits eine Woche ohne Rauchen, läßt den Blutdruck sinken und verbessert die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- bereits drei rauchfreie Tage bessern die Atemfunktion
- rauchende Männer leiden häufiger an Impotenz als Nichtraucher
- ein Rauchstopp verringert das Risiko von Schwangerschaftskomplikationen und Mißbildungen Ihres Kindes
- ein Rauchstopp verbessert innerhalb weniger Tage ihr persönliches Erscheinungsbild (gelbe Finger und Zähne, fahle Haut, schlechter Geruch)
- Nichtrauchen erhöht ihre körperliche Fitness und Attraktivität
- durch einen Rauchstopp zeigt sich Ihre Verantwortung gegenüber anwesenden Nichtrauchern, insbesondere Kindern (Passivrauchen)
- Sie befreien sich von Ihrer Sucht und verfügen selbstbestimmt über Ihre Zeit und Ihre Tätigkeit
- Das Budget für persönliche Wünsche steigt durch die Einsparung beim Tabak

