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Datum: Juli 2011

Mini-Implantate in der Zahnmedizin

In unserer Praxis werden Mini-Implantate regelmäßig als hilfreicher Bestandteil verschiedener zahnmedizinischer Therapien eingesetzt.

Mini-Implantate finden Anwendung:

Im Vergleich zu konventionellen Zahn-Implantaten, haben Mini-Implantate einen sehr schmalen Durchmesser (unter 3 mm) und werden daher als „mini“ bezeichnet.

Das Material

Mini-Implantate bestehen entweder ganz oder größtenteils aus Titan.

Jahrzehntelange klinische Erfahrung mit konventionellen Zahnimplantaten oder auch mit künstlichen Knie- oder Hüftgelenken haben gezeigt, dass sich Titan als Werkstoff biologisch absolut neutral verhält.
Es ruft im Körper keine Fremdkörper- oder Abstoßungsreaktionen hervor.
Damit ist die Einheilung von Mini-Implantaten im Kieferknochen sehr sicher.

Der Aufbau

Mini-Implantate sind einteilige Implantate – Verankerungs- und Aufbauteil sind in einem Stück miteinander verbunden.

Der chirurgische Eingriff

Für das Einbringen der Mini-Implantate genügt in der Regel ein Behandlungstermin.
Aufgrund ihres geringen Durchmessers ist es möglich, Mini-Implantate ohne großflächige Eröffnung der Schleimhaut in den Kieferknochen einzudrehen.
Der chirugische Eingriff ist relativ kurz und erfolgt normalerweise in örtlicher Betäubung.

Vorteile der Mini-Implantate

Internationale Studien haben bewiesen:
Mini-Implantate sind zuverlässig und gut verträglich!

Mini-Implantate zur Befestigung einer Zahnprothese

Zahnlose Patienten haben in der Regel eine Vollprothese. Diese soll in erster Linie durch Saugeffekte einen ausreichenden Halt gewinnen, um beim Sprechen und Essen stabil und fest in ihrer Position zu bleiben.
Leider ist dem oftmals nicht so. Viele Vollprothese haben von Anfang an keinen ausreichenden Halt. Andere verlieren ihn mehr und mehr im Laufe der Zeit und mit zunehmendem Abbau des Kieferknochens.
Als Notlösung versuchen viele Patienten, den wackeligen Zahnersatz mittels Haftcreme am Kiefer festzukleben.
Die wenigsten empfinden diese Maßnahme als zufriedenstellend.

Vier bis Sechs Mini-Implantate pro Kiefer werden fest in den Knochen eingedreht. Spezielle Verbindungselemente werden in neue oder bereits vorhandene Prothesen eingearbeitet. Diese Verbindungselemente rasten in einer Art „Druckknopfsystem“ auf dem Verankerungsteil der Mini-Implantate ein. Der Sitz des Zahnersatzes ist damit korrekt und fest – er kann jedoch zur Reinigung mühelos herausgenommen werden.
Die Befestigung der Prothese auf den Mini-Implantaten kann dank der hier möglichen Sofortbelastung unmittelbar nach dem chirurgischen Einbringen der Implantate erfolgen.

Die Versorgung mit Mini-Implantaten ist auch in Kiefern möglich, die im Laufe der Zeit bereits deutlich an Höhe und Breite verloren haben. Sie stellen damit eine unkomplizierte Versorgung auch für Patienten dar, bei denen das Einbringen konventioneller Zahnimplantate nur nach chirurgischen Knochenaufbaumaßnahmen möglich wäre.

ausführliche Informationen zu diesem Thema haben wir hier für Sie bereitgestellt

Mini-Implantate zur provisorische Versorgung

Je nach Ausgangsituation kann eine umfassende zahnmedizinische Behandlung mehrere Monaten dauern.
Oftmals müssen sogleich zu Behandlungsbeginn erkrankte Zähne entfernt werden. Dies führt in vielen Fällen dazu, dass der vorhandene alte oder auch neue provisorische Zahnersatz keinen sicheren Halt hat.
Mit dem vorübergehenden Einbringen von Mini-Implantaten in den Kieferknochen, können hier Verankerungsmöglichkeiten für festsitzenden oder herausnehmbaren provisorischen Zahnersatz geschaffen werden. Dies kann in den meisten Fällen problemlos in der gleichen Sitzung mit dem Entfernen der Zähne oder auch zusammen mit dem Setzen der Zahnimplantate erfolgen.

Kieferorthopädie

In fast jeder kieferorthopädischen Behandlung spielt die Verankerung eine zentrale Rolle.

Diese führt insbesondere bei der Behandlung Erwachsener mit reduzierter Zahnzahl oder reduziertem Zahnhalteapparat zu Problemen. Mit dem Einbringen von Mini-Implantaten können vorübergehend sehr effektive und positionsstabile Verankerungspunkte im Mund geschaffen werden.
Das Eindrehen des Mini-Implantats erfolgt innerhalb weniger Minuten in örtlicher Betäubung. Die kieferorthopädische Apparatur kann sofort mit dem Implantatkopf verbunden und aktiviert werden.
Nach Abschluß der Behandlung kann das Mini-Implantat einfach und schmerzfrei entfernt werden.

In vielen Fällen kann mittels Mini-Implantat das Tragen von Apparaturen, die sich außerhalb des Mundes abstützen, verhindert werden. Diese Apparaturen sind insbesondere von erwachsenen Patienten aus ästhetischen Gründen nur selten erwünscht.

Mini-Implantate als KFO-Verankerung gewährleisten, dass der Tragekomfort der Apparatur deutlich höher und die Aussprache weniger beeinträchtigt ist. Maßnahmen zur Mundhygiene sind einfacher durchzuführen. Das Mini-Implantat in der KFO-Behandlung ist erprobt und sicher. Es erweitert die Behandlungsmöglichkeiten und verkürzt in vielen Fällen die Behandlungszeit.