Welche Lippenbändchen müssen korrigiert werden?

Ein tief ansetzendes Lippenbändchen ist häufig Ursache für eine bleibende Zahnlücke zwischen den mittleren Schneidezähnen (Diastema mediale).
Diese kann bei Kindern zu einer Undeutlichkeit der Sprache
und bei Erwachsenen zu einer ästhetisch wenig ansprechenden Frontzahnposition führen.
Eine Exzision (chirurgische Entfernung) sollte dann durchgeführt werden, wenn das Lippenbändchen hoch in das zahnhalsnahe Zahnfleisch einstrahlt und dort bei Bewegung der Lippe eine Zugkraft ausübt.

Alte OP-Methode

In der konventionellen Chirurgie wird mit einem Skalpell das Bändchens und die darunterliegende Muskulatur bis zur Knochenhaut durchtrennt. Dies ist ein blutiger Eingriff.
Die Wundränder müssen mit mehreren Nähten umgekehrt verschlossen werden, damit sie nicht im ursprünglichen Zustand zusammenwachsen können.
Die Fäden müssen etwa eine Woche in dem sensiblen Bereich unter der Oberlippe verbleiben. Die Heildauer insgesamt beträgt etwa 2-3 Wochen.

Moderne Laser-OP

Mit Hilfe des Waterlase sind wir in der Lage, das Lippenbändchen sehr schonend zu korrigieren – dies ist ein nahezu unblutiger Vorgang.
Nur selten sind die störenden Nähte zum Wundverschluss erforderlich.
Nach der Operation empfinden die meisten Patienten fast keine Schmerzen. Die Heilung verläuft deutlich schneller und nahezu beschwerdefrei.

Zeitpunkt für die OP

Das Lippenbändchen sollte bei Kindern frühestens nach dem Durchbruch der seitlichen Schneidezähne korrigiert werden. Im Milchgebiss ist von einer Exzision grundsätzlich abzuraten.
Die Lücke zwischen den mittleren Schneidezähnen sollte sich bei Kindern innerhalb von drei Monaten schließen.
Bei bleibendem Diastema und bei Erwachsenen muß die Zahnstellung kieferorthopädisch reguliert werden.

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