Wo liegt das Problem mit Weisheitszähnen?

Weisheitszähne entstehen genauso wie andere Zähne, sind also in keiner Weise schlechter als diese. Probleme mit Weisheitszähnen treten erst dann auf, wenn der Platz im Kiefer nicht ausreicht. Sie können dann nicht ausreichend in die Mundhöhle hineinwachsen, bleiben also vollständig oder teilweise im Kiefer stecken. Hier können sie zu einer chronischen Entzündung im Kiefer oder zur Entwicklung einer Zyste (sich vergrößernder Hohlraum im Kieferknochen) führen. Diese Entwicklung erfolgt häufig zunächst unbemerkt, kann jedoch jederzeit akut werden, d.h., es können Schmerzen, Schwellung, Schluckbeschwerden und eine Einschränkung der Mundöffnung auftreten.

Im Kiefer verbliebene Zähne können benachbarte Zähne beschädigen oder zusammenschieben. Dies kann nicht nur zu ästhetischen Einbußen durch Fehlstellung führen, es entstehen auch schlecht zugängliche Nischen zwischen Zähnen. Hier können eher Karies und Zahnfleischerkrankungen entstehen, da die Pflege erschwert ist. Zahnfehlstellungen können langfristig zu Funktionsstörungen beim Kauen oder im Kiefergelenk führen. Das Ergebnis einer kieferorthopädischen Behandlung kann ggf. wieder zunichte gemacht werden.Mögliche Positionen von Weisheitszähnen

Was ist bei der Weisheitszahnentfernung zu beachten?

Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Bitte nennen Sie uns vorher alle Erkrankungen, an denen Sie leiden und alle Medikamente, die Sie einnehmen.

Unterkiefer

  • Bei der Entfernung von Weisheitszähnen im Unterkiefer kann es bei bestimmten Voraussetzungen zu einer Beeinträchtigung oder dem Verlust des Gefühls in der Lippe oder der Zunge ggf. auch der Geschmacksempfindung kommen. Dies ist meist vorübergehend (Monate – Jahre). Bei ungünstiger Lage eines Unterkiefer-Weisheitszahnes kann es in besonders seltenen Fällen zur Unterkieferfraktur kommen, die geschient werden muss. Liegt hierfür bei Ihnen ein erhöhtes Risiko vor, macht ggf. eine dreidimensionale Röntgenuntersuchung (digitale Volumentomografie, DVT) Sinn.

Weisheitszahn in ungünstiger Lage zum Unterkiefernerven (blau) und mit großer Zyste (rot)

Oberkiefer

  • Bei der Entfernung von Weisheitszähnen im Oberkiefer kann es zu einer Eröffnung der Kieferhöhle kommen. Dies wird sofort oder später durch einen besonders dichten Wundverschluss behoben.

Lage des Weisheitszahnes z.T. in der Kieferhöhle

Wundheilungsstörungen oder Nachblutungen sind bei jedem chirurgischen Eingriff möglich. Völlige Erfolgsgarantie und Risikofreiheit sind bei keinem Heileingriff möglich.
Nach dem Eingriff kann die Verkehrstüchtigkeit eingeschränkt sein. Eine Begleitung ist daher zu empfehlen.

In den ersten Tagen nach der Behandlung kann es im Operationsgebiet zu einer unterschiedlich starken Schwellung kommen.

Für einen möglichst angenehmen postoperativen Verlauf beachten Sie bitte unsere allgemeinen Tipps zu chirurgischen Eingriffen.

 

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